Im Zentrum von Białystok in Polen interpretiert das Moon Loong – An Aesthetic Sushi Bar das japanische Restaurant als einen Ort der Ruhe und Zurückhaltung. Das vom Architekturbüro BOHE Architektura unter der Leitung von Anna Skowrońska entworfene Projekt verwandelt eine Fläche von 98 Quadratmetern in ein intimes Ambiente, in dem Licht, Materialien und Proportionen eine Atmosphäre schaffen, die das Ritual des Sushi-Genusses mit einer reduzierten, zeitgemäßen Gestaltungssprache begleitet.

Die Innenraumgestaltung basiert auf einem sorgfältig abgestimmten Gleichgewicht zwischen geschlossenen und offenen Elementen, Oberflächen und Transparenz. Helles Holz prägt die Komposition und harmoniert mit einer Palette sanfter Farbtöne – Mintgrün, Grau und Beige – sowie den samtigen Texturen der Sitzmöbel, die für Behaglichkeit sorgen, ohne die zurückhaltende Gesamtwirkung zu beeinträchtigen. Jedes Element trägt zu einer entspannten Atmosphäre bei. Dabei verzichtet die Gestaltung bewusst auf spektakuläre Inszenierungen und setzt stattdessen auf visuelle Kontinuität und eine hohe sinnliche Erlebnisqualität. Eines der zentralen Themen des Projekts ist der Umgang mit Licht. Die von traditionellen japanischen Shoji-Schiebewänden inspirierten Holzkonstruktionen filtern das natürliche Tageslicht und gliedern die Innenräume, ohne sie strikt voneinander zu trennen. So entsteht eine Abfolge von Bereichen, die in einem ständigen visuellen Dialog miteinander stehen. Großzügige Verglasungen verstärken diese Beziehung zusätzlich, öffnen die Innenräume zur umgebenden Landschaft und betonen die Kontinuität zwischen Architektur und Umgebung. Das Projekt interpretiert grundlegende räumliche Prinzipien der fernöstlichen Ästhetik neu, darunter Leichtigkeit, Ausgewogenheit und die bewusste Wahrnehmung des Raumes. Materialien werden so zu einem subtilen Gestaltungsmittel, das das Erlebnis der Gäste begleitet und eine Umgebung entstehen lässt, in der jedes Detail zu einem harmonischen Gesamtbild beiträgt. In dieses Streben nach Ausgewogenheit fügt sich auch die Auswahl der keramischen Oberflächen ein, die sowohl als Bodenbeläge als auch für Wandverkleidungen eingesetzt werden. Sie übernehmen keine rein dekorative Funktion, sondern tragen zur materiellen Kontinuität der Innenräume bei und stehen im Dialog mit dem Holz, dem natürlichen Licht und den neutralen Farbtönen, die das gesamte Projekt prägen. Für Moon Loong wurde Masterpiece ausgewählt, die von Ferruccio Laviani entworfene Feinsteinzeugkollektion von Lea Ceramiche. Die Kollektion wurde als System komplementärer Oberflächen konzipiert und verbindet die Ästhetik von zeitgemäßem Beton mit der traditionellen venezianischen Terrazzo-Optik. Sie bietet eine Auswahl an Farben, Texturen und Dekoren, mit denen sich aufeinander abgestimmte Oberflächen und harmonische Materialkompositionen gestalten lassen. Im polnischen Sushi-Bar-Restaurant wurde die Variante Piece Alpi im Format 60 × 60 cm in Kombination mit der Oberfläche Master White eingesetzt. Die dezente Textur und die sanfte, diffuse Helligkeit der keramischen Oberflächen unterstreichen den natürlichen Lichteinfall und harmonieren mit dem Holz der Einrichtung. Dadurch verstärken sie das Gleichgewicht zwischen Materialität, Architektur und Atmosphäre, das den zentralen Leitgedanken des gesamten Projekts bildet.