Der im Südwesten von Monza gelegene Wohnkomplex Verdeluce ist Teil eines städtebaulichen Entwicklungsplans, der auf die Stadterneuerung sowie die Verbesserung des öffentlichen Raums und der Wohnqualität abzielt. Vorgesehen waren der Bau eines Wohngebäudes, eines Gewerbekomplexes, neuer städtischer Infrastrukturen sowie die Schaffung eines Systems öffentlicher Freiräume, darunter ein neuer Park mit einer Fläche von über 3.000 m². Das architektonische Konzept des Wohnkomplexes, der vom Bergamasker Bauunternehmen Mc Costruzioni realisiert wurde, beruhte auf der Idee, ein Gebäude zu schaffen, „das eine direkte Beziehung zur Landschaft und zum natürlichen Licht herstellt und die Begrünung zum zentralen Gestaltungsthema des Projekts macht“, erklärt der Architekt Lorenzo Loglio, der das Projekt entworfen hat. Das Wohngebäude präsentiert sich als einheitlicher Baukörper, der aus zwei leicht gegeneinander versetzten Gebäudeteilen besteht. Dadurch wird seine visuelle Wirkung reduziert und eine dynamischere Komposition geschaffen. Diese Dynamik wird zusätzlich durch Loggien, Terrassen, Pflanztröge und private Gärten verstärkt, „die dazu beitragen, die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum aufzulösen und eine visuelle Verbindung zum neuen Park und den Freiflächen herzustellen“.

Bei der architektonischen Gestaltung wurde außerdem besonderes Augenmerk auf die Ausrichtung der Öffnungen gelegt. Diese wurden so geplant, dass sie eine ausreichende natürliche Belichtung gewährleisten, die Belüftung der Räume fördern und gleichzeitig Privatsphäre sowie attraktive Ausblicke bieten. „Unser Ziel war es, ein zeitgemäßes Gebäude zu schaffen, das das Wohlbefinden der Menschen durch ein ausgewogenes Zusammenspiel von Architektur, Natur und Energieeffizienz in den Mittelpunkt stellt.“

Diese architektonische Identität findet ihren deutlichsten Ausdruck in der hinterlüfteten Fassade, die funktionale Leistungsfähigkeit mit einer ausdrucksstarken Ästhetik verbindet. Die Fassade wurde mit Feinsteinzeugplatten aus der Kollektion Crayons von Florim in der Farbvariante Moss gestaltet. Ihr von der Vegetation inspirierter Grünton „verstärkt den Dialog zwischen Gebäude und Landschaft, während die ausgeprägte Materialstruktur der Oberfläche den Fassaden zusätzliche Tiefe verleiht und das Bauvolumen optisch aufgliedert“. Wie Loglio erläutert, wurde diese Lösung nicht nur aufgrund ihrer gestalterischen Qualitäten gewählt, sondern auch wegen ihrer langfristig hohen technischen Leistungsfähigkeit. Der hinterlüftete Zwischenraum verbessert das bauphysikalische Verhalten der Gebäudehülle, trägt dazu bei, die sommerliche Überhitzung zu reduzieren, begünstigt den Feuchtigkeitsabtransport aus der Wandkonstruktion und schützt diese vor Witterungseinflüssen.

Gleichzeitig gewährleistet das Feinsteinzeug eine hohe Widerstandsfähigkeit, Farbbeständigkeit, Langlebigkeit und einen geringen Wartungsaufwand. Neben der hinterlüfteten Fassade umfasst das Projekt „eine hochgedämmte Gebäudehülle, passive Sonnenschutzmaßnahmen durch auskragende Balkone, eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 19,8 kWp, intelligente Beleuchtungssysteme sowie Vorinstallationen für Smart-Home-Technologien und Ladestationen für Elektrofahrzeuge“. Damit verfolgt das Projekt einen umfassenden und integrierten Nachhaltigkeitsansatz, der unterschiedliche ökologische und energetische Aspekte berücksichtigt.