Das Haus im Mittelpunkt unserer Geschichte heißt Dom na und liegt in Kościelisko, unweit von Zakopane, im polnischen Teil der Hohen Tatra. Dieses faszinierende Gebirge erreicht mit der Gerlachovský štít auf der slowakischen Seite eine Höhe von 2.655 Metern. Die Kulisse ist beeindruckend: die gezackte Silhouette der Berge am Horizont, dichte Nadelwälder ringsum und die Sonne, die das Haus viele Stunden lang beleuchtet, bevor sie am Abend einer magischen Dämmerung weicht. Ein unwiderstehliches Landschaftsbild. Architektin Agnieszka Burzykowska-Walkosz, Gründerin und Inhaberin von Studio Formy, wollte das Gebäude an diesem Zauber teilhaben lassen. Mit 18 Jahren Erfahrung im Design, fundiertem kulturellem Wissen und unternehmerischer Kompetenz zählt sie zu den profilierten Persönlichkeiten ihres Fachs. Außen folgt das Haus den Regeln der örtlichen Bautradition: ein steiles Satteldach, dicke, robuste Nadelholzstämme als tragende Gebäudehülle und große Fenster, die Licht, Formen und Farben der Umgebung einfangen. Die Innenräume entstanden, wie für Agnieszkas Arbeitsweise typisch, in enger Abstimmung mit den Bauherren und unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse, Vorlieben und Wünsche. Sie lösen sich hingegen von den historistischen, national geprägten Stilmerkmalen des polnischen Chalets.
Zeitgenössische Lösungen schaffen ein angenehmes Gleichgewicht zwischen der Authentizität des Ortes und modernen Anforderungen. Holz, Stein, Glas und Keramik fügen sich mit ihrer vielseitigen Natürlichkeit harmonisch in die Umgebung ein. Die großen, teilweise raumhohen Verglasungen rahmen eindrucksvolle Panoramablicke und werden zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Innenraumgestaltung. Der Grundriss verteilt sich auf zwei Ebenen mit jeweils rund 110 Quadratmetern. Der gestalterische Schwerpunkt liegt im Erdgeschoss, das überwiegend von einem großzügigen offenen Wohnraum eingenommen wird. Dieser nutzt die Konturen des Gebäudes geschickt aus und verbindet Küche, Essbereich und Wohnzimmer mit Kamin zu einer durchgängigen Raumfolge. Bedeutende Designstücke prägen die Einrichtung: Im Essbereich stehen der Tisch Maxim und die Armlehnstühle Scarlett Wood von Cattelan Italia, ergänzt durch eine Leuchte von Hindi Rabii aus dem Lighting Studio Meridiana. Im Wohnzimmer finden sich Sofas der bekannten polnischen Marke Kler und ein Couchtisch aus der Kollektion Albert Keramik von Cattelan Italia. Die umfassend ausgestattete, maßgefertigte Küche ergänzen Entwürfe von Alessi. Eine minimalistische, zweiläufige Treppe führt ins Obergeschoss mit den Schlafräumen. Hier befinden sich das Hauptschlafzimmer mit Zugang zur Terrasse, ein Gästezimmer und ein großzügiges Badezimmer – alles auf höchsten Komfort ausgerichtet.
Eine zentrale Rolle spielen die von der Architektin mit großer Sorgfalt und sicherem Gespür ausgewählten italienischen Keramikbeläge für Böden und Wände. Die großformatigen Feinsteinzeugplatten von Casalgrande Padana vermitteln im Einklang mit dem alpinen Charakter des Hauses zeitlose Eleganz. Unregelmäßige, wie in den Fels gegrabene Adern zeichnen dreidimensionale Oberflächen aus Licht und Schatten und verleihen ihnen eine raffinierte Haptik. In der Küche bekleiden die Platten der Kollektion Supreme die Wände und „modellieren“ zugleich die Kochinsel und die Arbeitsplatte, wodurch sie zu funktionalen, vielseitigen Gestaltungselementen werden. Die im Hauptschlafzimmer eingesetzten Platten der Kollektion Marmora mit der Oberfläche Vein Touch bilden laut Projektbeschreibung „eine Fortführung der Motive moderner Kunst im offenen Flurbereich“. In den Bädern beeindrucken besonders die mit Feinsteinzeugplatten der Kollektion Marmoker bekleideten Waschbecken: Durch diese Gestaltung erhalten sie die kraftvolle Präsenz ursprünglicher Monolithen. Erwähnenswert ist auch die Hinterleuchtung des Duschbereichs, die die reizvolle haptische und visuelle Materialität der Supreme-Platten hervorhebt. Agnieszka Burzykowska-Walkosz und Studio Formy haben ein bemerkenswertes Projekt geschaffen. Dies bestätigt die Anerkennung in der Kategorie „Wohngebäude“ bei der 13. Ausgabe des renommierten Architekturwettbewerbs Grand Prix Casalgrande Padana. Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt: „Ein Wohninterieur, das das natürliche Holz der Dachkonstruktion und der Fensterrahmen harmonisch mit der zeitgenössischen Ausdruckskraft von Feinsteinzeug verbindet. Ausdrucksstark eingesetzt, prägt es ganze Wände und Türen ebenso wie Böden und Bäder. Dort formen die gewählten Materialien auch die maßgefertigten Waschbecken und schaffen so eine sorgfältig abgestimmte kompositorische Einheit.“


