Projekte

Villa La Campera - Cassola (Vicenza) (Italien)

Langsames Leben in der venezianischen Landschaft

Ein Landhaus verwandelt sich nach einer sorgfältigen Restaurierung in einen Ort der Entspannung zwischen Olivenbäumen, Blumen und Pool
Von Francesca Gugliotta

In Cassola, in der Provinz Vicenza, wird ein Landhaus in eine elegante und moderne Residenz verwandelt. Es handelt sich um La Campera: „So heißt sie, weil sie von Feldern umgeben ist und seit Generationen derselben Familie gehört“, erzählt der Architekt Dario Scanavacca, der das Projekt betreut hat. „Die Eigentümer, die das Haus am Wochenende nutzen, wollten das Gebäude restaurieren und einen Pool anlegen, um es auch in der Sommersaison genießen zu können.“ Daraus ergab sich eine Neuorganisation des Grundrisses: „Der ehemalige Garagenbereich beherbergt heute den neuen Wohnbereich, der sich durch große Glasflächen zum privaten Garten mit Pool öffnet und eine visuelle und funktionale Kontinuität zwischen Innenraum und Landschaft schafft“.

Die Eingriffe waren gezielt und begrenzt: „Die Änderungen betrafen ausschließlich die Öffnung neuer Durchgänge im Wohnbereich. Wir haben die Kalkputze wiederhergestellt, um die Materialität und Authentizität der ländlichen Architektur zu bewahren, und sie harmonisch und kontextgerecht mit den neuen Elementen integriert“.

Der Pool, eingebettet in einen kleinen Garten mit Olivenbäumen, Blumen und aromatischen Kräutern, definiert den Außenwohnbereich und verbindet die beiden Gebäudeflügel: „Die Anlage des Pools bot die Gelegenheit, das gesamte Gebäude neu zu erstellen“, so Scanavacca weiter. „Seine Position ergab sich ganz natürlich: praktisch, weil er in unmittelbarer Nähe liegt, ganzjährig attraktiv, da er vom Wohnbereich aus sichtbar und perfekt in den Garten integriert ist, dessen Mittelpunkt er bildet. Der neue Garten fungiert als Filter zwischen dem Wohnbereich und der Zufahrtsallee; so entsteht ein harmonischer Übergang zwischen Wohnraum und Landschaft, der die Verbindung zwischen Architektur und Natur stärkt“.

Für die Bodenbeläge im Innen- und Außenbereich wählte der Architekt die Keramikkollektion Realstone_Pietrantica von Ragno: „Sie schafft eine visuelle und materielle Kontinuität zwischen Innen- und Außenraum. Die Oberfläche erinnert an die authentische Anmutung von Naturstein und steht im Einklang mit dem ländlichen Charakter des Gebäudes. Die Materialwahl wurde durch die technischen Eigenschaften des Produkts und die unterschiedlichen Stärken – 2 cm für die lose Verlegung im Außenbereich und 1 cm für die verklebte Verlegung im Innenbereich – sowie durch spezifische Oberflächen wie die Rutschhemmklasse R11 für Außenbereiche bestimmt. Dies ermöglichte eine kohärente und vielseitige Anwendung bei gleichzeitiger Wahrung einer ästhetischen und funktionalen Einheit im gesamten Erdgeschoss“.

Besondere Aufmerksamkeit galt Energieeinsparung und Nachhaltigkeit: „Um den Verbrauch zu reduzieren, haben wir das Gebäude mit einer innenliegenden Gegenwand gedämmt und die Fenster erneuert. Die alte Heizungsanlage wurde durch ein Wärmepumpensystem in Kombination mit Photovoltaik ersetzt. Die Heizung erfolgt über eine Fußbodenheizung, die thermischen Komfort und Energieeffizienz gewährleistet. Feinsteinzeug in Verbindung mit der Fußbodenheizung ermöglicht eine hervorragende Wärmeverteilung und -abgabe und sorgt für eine optimale Effizienz der Anlage. Für die Kühlung haben wir Einbau-Gebläsekonvektoren installiert, die eine effektive und diskrete Klimatisierung gewährleisten“.

Realstone PietrAntica

Beige
Fotos
Vanni Borghi
Projekt
Dario Scanavacca
Keramikbeläge
RAGNO
Baujahr
2025
Cer Magazine International 89 | 04.2026
Fotos
Vanni Borghi
Projekt
Dario Scanavacca
Keramikbeläge
RAGNO
Baujahr
2025
Keramikbeläge
Ragno
Realstone PietrAntica
Beige
60x120 cm - 9,5 mm
Zertifizierungen
ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001, ISO 45001, ISO 17889-1, EPD, Green Guard, LEED, SASO
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