© Florim Ceramiche, Pressa.
(Mai 2026) – Ein Ansatz, der aus der Verbindung mit dem Material entsteht: „Von der Erde, für die Erde“. Deshalb bildet die Bedeutung der Rohstoffe den Ausgangspunkt für ein Modell, das zeigt, wie sich ein effizientes, zirkuläres und wettbewerbsfähiges Produktionssystem aufbauen lässt.
Ein kontinuierlicher Kreislauf: vom Material zurück zum Material
Die Kreislaufwirtschaft zeigt sich in einem kontinuierlichen und vernetzten industriellen Kreislauf:
– Auswahl der Rohstoffe
– optimierte Produktion
– vollständige Rückgewinnung der Abfälle
– Wiedereingliederung in die Produktionsprozesse
Ein Modell, das es ermöglicht, den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu reduzieren und gleichzeitig die Gesamteffizienz des Systems zu steigern.
• Vollständige Rückgewinnung der Materialien
Die italienische Keramikindustrie erreicht Spitzenleistungen in der Kreislaufwirtschaft, indem sie 100 % ihrer internen Abfälle* zurückgewinnt und Rückstände aus anderen Industriezweigen integriert. Dank dieses Modells werden heute 11,2 % des Rohstoffbedarfs* durch recycelte Pre-Consume-Materialien (gemäß ISO 14021) gedeckt – ein strategischer Ansatz, der auch im Artikel „Recycling der Abfälle, Wiederverwendung der Abwässer, Reduzierung des Verbrauchs“ behandelt wird. Ein konkretes Beispiel für großflächig angewandte industrielle Symbiose.
* Quelle: Integrierter Umweltbericht 2024
Weiterführende Informationen:
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• Wasser als zirkuläre Ressource
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Wasser: Der jüngste Integrierte Umweltbericht der Branche zeigt, dass die untersuchten Unternehmen ihr gesamtes Abwasser recyceln und damit 48 % ihres Wasserbedarfs durch internes Recycling decken.
Dies entspricht einer Einsparung von 2,8 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr und wird durch einen klaren gesetzlichen Rahmen unterstützt, wie in Wassereinsparung zur Bekämpfung der Umweltschädigung erläutert wird.
Weiterführende Informationen:
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• Industrielle Integration: Materialien ein zweites Leben geben
Dank integrierter und kooperativer industrieller Prozesse werden sämtliche Abfallmaterialien zurückgewonnen und wieder in den Produktionskreislauf eingebracht – sie erhalten damit praktisch ein „zweites Leben“.
Dieses Abfallmanagementmodell kann daher als „geschlossener Kreislauf“ bezeichnet werden. Es reduziert den Verbrauch natürlicher Ressourcen, begrenzt die Umweltbelastung und schafft Vorteile für Ökosysteme und lokale Gemeinschaften. Zu den Beispielen, die den Rohstoffverbrauch und den Energieeinsatz für die Herstellung neuer Verbindungen erheblich reduzieren, gehören Das Recycling von Keramikglasuren, die Wiederverwertung von Baustoffen – wie in Das Recycling von Keramikglasuren beschrieben – sowie das vollständige Recycling von Gipsformen, das den Produktionskreislauf von Sanitärkeramik und Geschirr schließt.
Weiterführende Informationen:
Abfallsichere Glasur
• Innovation und kontinuierliche Optimierung
Effizienz, Innovation und Kreislaufwirtschaft verbinden sich in den Produktionsprozessen, etwa dort, wo die Rückgewinnung der Ofenwärme den Verbrauch und die Verschwendung drastisch reduziert. Die Innovation geht noch weiter mit zukunftsweisenden Projekten wie Vom Abfall zur Ressource mit Hilfe von CO2, einer vom Centro Ceramico koordinierten Forschungsarbeit, die untersucht, wie Abfälle durch das während der Produktion entstehende CO2 mineralisiert werden können.
Weiterführende Informationen:
Wärmerückgewinnung bei der Herstellung von Sanitärkeramik
• Von der Produktion bis zum Ende des Gebäudelebenszyklus
Der zirkuläre Ansatz endet nicht bei den Produktionsprozessen, sondern befasst sich auch mit dem Thema Keramik und Altbauten (Management und Wiederverwendung von Abbruchabfällen), durch intelligentes Management und die Wiederverwendung von Abbruchabfällen. Ein weiteres vorbildliches Beispiel ist die Trockenverlegung, die nicht nur eine ästhetische Entscheidung darstellt, sondern auch eine Strategie der Kreislaufwirtschaft: Sie ermöglicht die Entfernung von Fliesen am Ende ihrer Lebensdauer ohne invasive Abbrucharbeiten und erleichtert so die selektive Rückgewinnung der Materialien.
Weiterführende Informationen:
Vorteile und Nachhaltigkeit der Trockenverlegung
Trockenverlegung ist nachhaltig
Die Kreislaufwirtschaft in der Keramikindustrie ist ein konkretes und bereits funktionierendes Industriemodell.
Ein System, in dem Ressourcenrückgewinnung, Prozessoptimierung und die Integration verschiedener Wertschöpfungsketten zu einem integralen Bestandteil der Produktion werden.
In einem globalen Kontext, in dem der Druck auf Ressourcen stetig zunimmt, bietet dieser Ansatz eine klare Antwort: Abfälle reduzieren, Effizienz steigern und entlang des gesamten Lebenszyklus Mehrwert schaffen.
Es geht dabei nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um die Qualität des Produktionssystems selbst.
Aus diesem Grund gilt die italienische Keramik heute als eine der fortschrittlichsten industriellen Referenzen: ein Modell, das zeigt, dass Innovation und Umweltverantwortung miteinander vereinbar sind und ein dauerhaftes Gleichgewicht zwischen Produktion, Region und Zukunft schaffen können.
(Titelbild: ©Florim Ceramiche, Pressa)
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