(Februar 2026) | Vom 28. bis 31. Januar 2026 rückte Confindustria Ceramica – Raggruppamento Laterizi (Backsteinverband) auf der Klimahouse in Bozen Lebensqualität und Umweltschutz in den Mittelpunkt – mit einem erlebnisorientierten Ausstellungsbereich sowie einer technischen Vertiefungsveranstaltung zu den neuen CAM Edilizia.
Der Messeauftritt verband Information, normbezogenen Dialog und industrielle Erfahrungsberichte und zeigte anschaulich, wie der Backstein die ökologische Transformation des Bauwesens konkret mitgestaltet.
Ein Messestand als Ausdruck ökologischer Verantwortung
Im Pavillon AB (Stand B11/26) war der Auftritt von Confindustria Ceramica nicht nur als Informationsfläche konzipiert, sondern als Ort der Entdeckung und Interaktion. Inspiriert von der Kampagne „Ich wähle Verantwortung“ von Ceramics of Italy führte der Stand die Besucherinnen und Besucher durch einen Parcours zu den multiplen Leistungsmerkmalen des Backsteins und seiner Rolle in einem tatsächlich nachhaltigen Bauwesen – anhand einer gezielten Auswahl jüngster Projekte, die in Costruire in Laterizio veröffentlicht wurden.
Ausgewählte Produkte, prägnante Botschaften und eine aufmerksamkeitsstarke Inszenierung – mit einem Hauch von „Süße“ – regten dazu an, über das tatsächliche „Gewicht“ der Qualitäten des Backsteins nachzudenken: witterungsbeständig, nicht brennbar, wohngesund, energieeffizient, sicher und schalldämmend. Ein unkonventioneller Zugang zu einem Werkstoff, der sich kontinuierlich weiterentwickelt und zugleich die Verbindung zwischen Bautradition und technologischer Innovation bewahrt.
Auf der Klimahouse-Bühne: die neuen CAM von der Regel zur Praxis
Die technische Vertiefung fand am Freitag, den 30. Januar, auf der Klimahouse Stage statt und war den neuen Mindestumweltkriterien (CAM) für den Bausektor gewidmet, die ab dem 2. Februar 2026 in Kraft sind. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse bei Planern, Bauunternehmen und Akteuren der Branche, die sich zunehmend mit messbaren und überprüfbaren Umweltanforderungen auseinandersetzen müssen.
Den Auftakt machte der Beitrag der Architektin Caterina Gargari, die einen klaren Überblick über die wichtigsten regulatorischen Neuerungen gab. Sie hob hervor, dass die CAM zunehmend zu einem zentralen Instrument werden, um den Markt in Richtung umweltverträglicherer Lösungen zu lenken – insbesondere durch den starken Fokus auf Dauerhaftigkeit, Energieeffizienz auch im Sommer, Wohngesundheit und lange Lebenszyklen.
Im anschließenden Dialog mit der Industrie wurde der entscheidende Schritt von der Norm zur praktischen Umsetzung deutlich.
Emanuele Serventi (Fornaci Laterizi Danesi), Mario Cunial (Industrie Cotto Possagno) und Raffaella Ciarlo (wienerberger) präsentierten konkrete Beispiele für Produkte und Prozesse, die bereits an die neuen Umweltanforderungen angepasst sind.
Die zentrale Botschaft war eindeutig: Nachhaltigkeit ist längst kein theoretischer Horizont oder von oben auferlegte Verpflichtung mehr, sondern eine Richtung, die die Industrie bereits eingeschlagen hat. Umweltkriterien werden in Produktinnovation, Prozessoptimierung und erhöhte Transparenz der Leistungswerte übersetzt. Der fachlich fundierte, zugleich zugängliche Austausch machte deutlich, dass die CAM nicht nur eine regulatorische Vorgabe darstellen, sondern eine Chance bieten, die Umweltqualität von Gebäuden zu verbessern und den Dialog zwischen Planung und Produktion zu stärken.
Die ökologische Transformation – so wurde betont – basiert auf bewussten Planungsentscheidungen, auf Materialien mit nachweisbaren Leistungswerten und auf einer industriellen Kette, die bereit ist, die Herausforderung anzunehmen und in Forschung, Effizienz und ökologische Verantwortung zu investieren.
Europäische Innovation: Einführung der neuen Marke LIFE SuperHero
Klimahouse bot zudem den Rahmen für die Präsentation der neuen Marke für Dachziegel für hinterlüftete und transpirierende Dachkonstruktionen, die im Rahmen des europäischen Projekts LIFE SuperHero entwickelt wurden. Es handelt sich um Hochleistungslösungen, die den thermischen Komfort von Gebäuden verbessern, ohne mechanische Anlagen einzusetzen, den Energiebedarf für die sommerliche Kühlung reduzieren und zur Klimarobustheit im urbanen Raum beitragen.
Ein weiterer Baustein, der bestätigt, dass sich der Backstein nicht nur als Produkt, sondern als technologisches System weiterentwickelt und in umfassendere Strategien zur Klimaanpassung und zur Reduzierung des Energieverbrauchs integriert wird.
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